Anzahl der Patienten, die in das Land gießen, um ihre Haare zu begrapschen

Die Zahl der Patienten, die in das Land strömen, um ihre Haare zu begrapschen, beträgt etwa 5.000 pro Monat, wobei etwa 3.500 aus arabischen Ländern (hauptsächlich den Golfstaaten und Saudi-Arabien) kommen. Fotojournalist Emanuele Satolli zog 2015 nach Istanbul und begann, die große Zahl von Gesundheitstouristen zu beobachten, die ins Land strömten. Die Verlockung der billigen Kosten für große Operationen, insbesondere Haartransplantationen, hat das Land zu einem wichtigen Zentrum für Ausländer auf der Suche nach erschwinglichen kosmetischen Schönheitsbehandlungen gemacht.

Ali Adnan Qassim aus dem Irak überprüft die Bilder, die er von sich selbst gemacht hat, während die Grafting-Extraktion stattfand. Auf seinem Kopf ist die Karte mit Angaben zur Anzahl der Wurzeln, die in jeden Abschnitt zu transplantieren sind. (Emanuele Satolli)

Dass Araber einen so großen Teil der Gesamtzahl ausmachen, liegt an einer Reihe von Faktoren. Das heiße und trockene Klima ihrer Länder, die Gewohnheit, ihre Köpfe zu bedecken, und die Verwendung von gereinigtem Meerwasser für die Körperpflege können alle zur Haarschwäche beitragen. Und in der arabischen Kultur wird starkes Haar oft als sehr begehrt für Männer angesehen.

Die angewandte Technik ist als FUE (Follikeleinheit Extraktion) bekannt. Sie besteht darin, rund 4.000 einzelne Follikeleinheiten aus der hinteren Kopfhaut zu ernten und jede einzelne von ihnen akribisch zu transplantieren, wo es nötig ist, entsprechend einer vorgegebenen Dichte und Muster.

Die meisten arabischen Patienten nutzen diese Gelegenheit, um mit ihren Familien vier oder fünf Tage in Istanbul zu verbringen.

Khawla Abo Abdo (links mit braunem Kopftuch) wartet am Istanbuler Flughafen auf einen Kunden. Khawla floh wegen des Bürgerkriegs aus Syrien, derzeit arbeitet sie als Dolmetscherin für arabische Klienten, die als Gesundheitstouristen in die Türkei kommen. (Emanuele Satolli)

Doktor Yeliz Parlatici (rechts) und arabisch-türkischer Dolmetscher untersuchen vor der Operation den Kopf von Ehsan Albalushi. Ehsan, aus Barhain, hat sich bereits vor einem Jahr in Istanbul einer Haartransplantationsoperation unterzogen, die sich aber nicht erfolgreich herausstellte. (Emanuele Satolli)

Ehsan Albalushi aus Barhain nach der Operation. Eshan hat sich bereits vor einem Jahr in Istanbul einer Haartransplantationsoperation unterzogen, die sich aber nicht erfolgreich herausstellte. (Emanuele Satolli)

Einige Patienten, die sich der Operation unterzogen haben, warten auf den Arzt. (Emanuele Satolli)

Zwei Krankenschwestern ernten die Wurzeln eines Patienten aus der dicksten Haarwuchszone. Die Zahl der geernteten Wurzeln beträgt etwa 4.000 Einheiten und muss dem Patienten selbst gehören. (Emanuele Satolli)

Eine Krankenschwester erntet Transplantationen aus der Kopfhaut eines Patienten. (Emanuele Satolli)

Ein Mann mit Kopfbandage nach einer Haartransplantation ist in der Istanbuler Innenstadt zu Fuß unterwegs. (Emanuele Satolli)

Ein Mann mit einer Kopfbandage ist mit seiner Familie im Zentrum Istanbuls unterwegs. Die meisten Haartransplantationspatienten nutzen die Gesundheitsreise, um ein paar Tage in der Stadt zu verbringen. (Emanuele Satolli)

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